Thorsten Försterling, Innovationsmanager

Dipl.-Ing., Jahrgang 1966, ist Innovationsmanager in Bielefeld-Sennestadt. 2007 war er Mitgründer von alberts.architekten BdA – Büro für Soziale Architektur, 2014 – 2018 war er Sanierungsmanager für das Klimaquartier Sennestadt. Er kann auch Dorf: Für das Projekt Jugend unter Dampf im lippischen Extertal erhielt er den Kulturförderpreis der deutschen Wirtschaft. 2017 entwickelte er das Magazin "Ort und Stelle - Osterwald taucht auf". Nun wurde er mit dem Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet.

Deutscher Mobilitätspreis 2018:  CountryCab als Vision für den Nahverkehr

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zeichnen digitale Ideen und Innovationen für eine nachhaltige Mobilität aus

Thorsten Försterling

Berlin, 13.11.2018 – Thorsten Försterling von der Landeseisenbahn Lippe e.V hat mit seiner Idee „CountryCab“ den ersten Preis bei dem "Digital gedacht: Ihre Vision für den Nahverkehr“ gewonnen. Mit dieser Idee soll die historische Eisenbahnstrecke zwischen Lemgo und Extertal mit eingleisig fahrenden Monocabs wiederbelebt werden. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat die Preisträger heute im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin geehrt. Im Rahmen eines bundesweiten Ideenwettbewerbs waren unter dem Motto „Digital gedacht: Ihre Vision für den Nahverkehr“ die Ideen aller Bürgerinnen und Bürger gefragt.


Presseportal des Mobilitätspreises:

https://deutscher-mobilitaetspreis.de/preistraeger/open-innovation-2018/countrycab

https://deutscher-mobilitaetspreis.de/presse

 

Jugend unter Dampf: Der WDR Rundfunkchor im Gepäckwaggon?

Thorsten Försterling ist Mitorganisator des "Jugendwaggons Dörentrup", einem Jugendtreff im Kreis Lippe. Er hat sich bei unserer Aktion "WDR 3 schenkt Ihnen den WDR Rundfunkchor" beworben. Conny Crumbach stellt den mobilen Waggon vor.  WDR 3 Kultur am Mittag | 25.06.2018 | 03:40 Min.


Thorsten Försterling am Jugendwaggon, Foto: Conny Crumbach

Regionalentwicklung

In gemeinsamer Arbeit entstand das Magazin "Osterwald taucht auf" als Baustein der Regionalentwicklung. Doch das unsichtbare Ergebnis der gemeinsamen Arbeit stellt wahrscheinlich den größten Gewinn für das Dorf dar. „Durch das Projekt haben wir viele Menschen an einen Tisch bekommen", berichtet Försterling. So seien neue Ideen entstanden, wie Osterwald noch attraktiver werden und sich für die Zukunft rüsten könne. Und diese Ideen sollen nun auch in die Tat umgesetzt werden. „Als erstes planen wir eine Tagespflege für die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner", erklärt Brandes. Ute Schneider-Smietana, Regionalgeschäftsführerin bei der Diakonie Himmelsthür, zeigt sich beeindruckt: „Für mich ist Osterwald ein Best-Practice-Beispiel, das sich auch auf einige unserer anderen Standorte übertragen lässt."


Ute Schneider-Smietana, Thorsten Försterling, Henning Brandes: Osterwald taucht auf!

Kooperative energetischen Sanierung

Fachveranstaltung "Ideen zur kooperativen energetischen Sanierung" . Unter dem Titel „Langer Atem für gutes Klima: Herausforderungen und Lösungen für klimagerechte Quartiere“ präsentieren die KlimaExpo.NRW, das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Region Köln/Bonn e.V. Best Practice-Beispiele und laden zum Austausch ein.

Moderator Thorsten Försterling
KlimaExpo.NRW - Fachveranstaltung "Ideen zur kooperativen energetischen Sanierung", 18.04.2018 in Leverkusen, Moderation: Thorsten Försterling im Workshop: "Wie ziehen alle an einem Strang?"

Gesellschaftlicher Klimawandel

Bergische Thesen

Das Forum für den gesellschaftlichen Klimawandel! Thorsten Försterling: "Auf allen diesen Feldern ist es das A und O, scheinbar und tatsächlich widersprüchliche Interessen in einem fruchtbaren Dialog zusammenzuführen."

Auf allen diesen Feldern ist es das A und O, scheinbar und tatsächlich widersprüchliche Interessen in einem fruchtbaren Dialog zusammenzuführen. In diesem Sinne führen wir als Sanierungsmanager mit unseren Kooperationspartnern die unterschiedlichen Projekte vor Ort zusammen. Unser Augenmerk liegt auf der Qualität und dem Werterhalt der Nachkriegsarchitektur. Wir zeigen, wie Klimaschutz in Verbindung mit Baukultur funktioniert. Den anstehenden Fachtagungen wünsche ich eine glückliche Hand und eine Wendung ins Konstruktive."

Bergische Thesen, Bergische Klimagespräche

Vernetzt im ländlichen Raum

SMART RAILWAY – Pfiffig, vernetzt und nachhaltig für OWL

Die Landeseisenbahn Lippe wird mit Smart Railway die Regionalentwicklung in Ostwestfalen-Lippe mitgestalten. Durch Smart Railway können die bestehenden und zukünftigen Angebote der Landeseisenbahn Lippe auf den Schienen in der Region pfiffig, vernetzt und nachhaltig realisiert werden.

SMART RAILWAY Lippe - Lebensader im Land der Ideen

Thorsten Försterling: "Bahnstrecken sind die Lebensadern einer Region, sagte man früher. Altes Denken? Nein, denn das Projekt SMART RAILWAYmacht unser Gleis zu einem Rückgrat der Regionalentwicklung inNordlippe. Pfiffige Ideen verbinden sich mit vorhandenen Strukturen zu einem harten Kern der Nachhaltigkeit. Berühren Sie Kohle und Dampf, Sonnen- und Windkraft, alten Fortschrittsglauben und neuvernetztes Denken mit eigenen Händen! Im Zeichen der ländlichen Mobilität."

"Echte Teilhabe in Quartiersprojekten führt zu Akzeptanz und einem Ergebnis, dass von allen gemeinschaftlich getragen wird", fasst Thorsten Försterling zusammmen. Zum Thema Partizipation entwickelte er fünf Thesen:

Partizipation im Quartier: 5 Thesen

  1. Gerechtigkeit gründet auf echter Teilhabe.
  2. Teilhabe verlangt Verständlichkeit, einfache Sprache und klare Anliegen.
  3. Die Anliegen im Quartier brauchen den Lebensweltbezug und einen echten Bedarf.
  4. Erklärt eure Ziele, seid ehrlich!
  5. Mitbestimmung nicht ohne Mitverantwortung.

Fachbuch: Gutes Klima im Quartier

"Klimaschutz, darüber herrscht Konsens, muss im Stadtquartier beginnen."

Auf der Fachtagungswoche "Gutes Klima im Quartier" diskutierten 250 Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland Fragen der nachhaltigen und klimafreundlichen Quartiersentwicklung. Die sieben Fachtagungen im September 2016 brachten wichtige Erkenntnisse, viele neue Ideen und innovative Konzepte für Transformationsprozesse im Quartier. Im vorliegenden Buch werden die Beiträge und Ergebnisse zu den Themen Energieversorgung in Zeiten der Energiewende, Neues Bauen, energetische Sanierung, Mobilität und Identität vorgestellt und durch Experteninterviews, Checklisten und ein Glossar zu einem kompakten Nachschlagewerk ergänzt. Beleuchtet werden sowohl planerische als auch denkmalpflegerische Aspekte einer nachhaltigen und klimafreundlichen Quartiersentwicklung.
 
"Gutes Klima im Quartier", Sennestadt GmbH (Hrsg.) Fraunhofer IRB Verlag, 2017, 148 S., zahlr. Abb., gebunden, ISBN 978-3-8167-9866-8

Fachbuch Gutes Klima im Quartier
 

Innovation im ländlichen Raum

Ausgezeichnete Kulturarbeit der Initiative „Jugend unter Dampf“ – Deutscher Kulturförderpreis und OWL-Kulturförderpreis für alberts.architekten und die Landeseisenbahn Lippe!

Frankfurt am Main/Paderborn/Kreis Lippe/ Das Büro alberts.architekten aus Bielefeld-Sennestadt wurde für sein Engagement für die Initiative „Jugend unter Dampf“ mit dem Deutschen Kulturförderpreis ausgezeichnet. Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. vergibt zum elften Mal diesen Preis an Unternehmen. Diese bundesweit einzigartige Auszeichnung würdigt innovative und nachhaltige Kulturförderkonzepte in den Kategorien kleine, mittlere und große Unternehmen. Aus rund 90 eingereichten Bewerberprojekten kürte die Jury drei Preisträger. Die Preisverleihung fand im Rahmen einer feierlichen Gala im Tower 185 der PricewaterhouseCoopers AG WPG in Frankfurt am Main statt. Hier nahmen Thorsten Försterling für alberts.architekten und Matthias Sievers für die Landeseisenbahn Lippe (LEL) die Auszeichnung entgegen. Durch den Abend führte Barbara Hahlweg (ZDF).

Seit 2009 tanzen, chillen, schauspielern, fotografieren, malen, kochen, schmieden, bauen, dichten und reimen Jugendliche in Nordlippe auf den Gleisen der Bega- und Extertalbahn. Die Idee zur Initiative „Jugend unter Dampf“ entstand 2008 bei alberts.architekten zusammen mit der LEL. Thorsten Försterling erläutert: "Der Grundgedanke war ein „mobiler Raum“ für die Jugendarbeit in Nordlippe." Ein Gepäckwagen von 1929 ist daraufhin angeschafft, von den Aktiven der LEL aufwändig instandgesetzt worden. Anschließend wurde dank vieler Partner und Förderer den Innenraum nach den Planungen von alberts.architekten ausgebaut. Nun dient Deutschlands einziger mobiler Jugendwaggon als neuer Treffpunkt, der auch von anderen Jugend- und Kultureinrichtungen – und überall dort, wo ein Gleisanschluss liegt – genutzt werden darf. Schirmherr von "Jugend unter Dampf" ist Landrat Dr. Axel Lehmann.

Zeitgleich konnten sich zudem Büro-Inhaberin Elke Alberts gemeinsam mit „Jugend unter Dampf“-Koordinator Jochen Brunsiek über den OWL-Kulturförderpreis ebenfalls in der Kategorie für kleine Unternehmen im historischen Rathaus in Paderborn freuen. Der OWL Kulturförderpreis wird veranstaltet von der OstWestfalenLippe GmbH in Kooperation mit den IHKen Ostwestfalen zu Bielefeld und Lippe zu Detmold. „Kulturelle Bildung ist für die Region OstWestfalenLippe elementar. Die Jury hat lobend hervorgehoben, dass sich ein Unternehmen aus der Region dafür sensibilisiert und sich für die kulturelle Bildung aktiv einsetzt", erläutert Regierungspräsidentin und Schirmherrin Marianne Thomann-Stahl mit Blick auf Alberts Architekten. Insgesamt 28 Bewerber haben sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb beteiligt. Weitere Informationen unter www.jugend-unter-dampf.de
 
 
 
 


Matthias Sievers mit Thorsten Försterling, Gala zur Verleihung des Kulturförderpreises

Thorsten Försterling bei der Verleihung des Kulturförderpreises

Sennestadt: "Gutes Klima im Quartier"

"Bielefeld-Sennestadt wurde zum Zentrum des Diskurses über brennende Fragen der nachhaltigen und klimafreundlichen Quartiersentwicklung. Die einzigartige städtebauliche Struktur der Sennestadt ist Thema einer hochkarätig besetzten Fachtagungswoche. Sie dient als anregendes Beispiel und als Kulisse für Diskurse um die Stadt von morgen. Das freut mich als Sanierungsmanager der Sennestadt außerordentlich."
 
Die Lösungen, die Hans Bernhard Reichow und andere Architektur der Nachkriegszeit für teilweise ähnliche Probleme gefunden haben, wie sie heute akut sind – Stichwort Flüchtlinge, Stichwort Partizipation, Stichwort Lebensqualität – stoßen auf wachsendes Interesse der Fachöffentlichkeit.

Auf allen diesen Feldern ist es das A und O, scheinbar und tatsächlich widersprüchliche Interessen in einem fruchtbaren Dialog zusammenzuführen. In diesem Sinne führen wir als Sanierungsmanager mit unseren Kooperationspartnern die unterschiedlichen Projekte vor Ort zusammen. Unser Augenmerk liegt auf der Qualität und dem Werterhalt der Nachkriegsarchitekur. Wir zeigen, wie Klimaschutz in Verbindung mit Baukultur funktioniert. Den anstehenden Fachtagungen wünsche ich eine glückliche Hand und eine Wendung ins Konstruktive.

Erfolgreich: Fachtagungswoche in der Sennestadt

"Als Stadt der Projekte und Prozesse sind wir gespannt auf Ihre zukunftsweisenden Ideen."

Vom 11. bis 16. September 2016 war die Sennestadt in Bielefeld Zentrum des Diskurses über brennende Fragen der nachhaltigen und klimafreundlichen Quartiersentwicklung. Zahlreiche Veranstalter luden ein, um über innovative Konzepte zu diskutieren und diese weiter zu entwickeln – koordiniert wurde die Fachtagungswoche von der Sennestadt GmbH.

Bernhard Neugebauer, Geschäftsführer der Sennestadt GmbH, erklärt, warum sein Team aktiv geworden ist: „Wir möchten Veranstaltern die Möglichkeit bieten in einer Serie von Fachtagungen und Podiumsdiskussionen alle Faktoren zusammenzutragen, die Entwicklungsprozesse im Quartier zum Erfolg führen und Prozesskompetenz ausmachen. Die Ergebnisse sollen in einem Kompendium ausformuliert werden und eine Checkliste zur nachhaltigen klimafreundlichen Quartiersentwicklung sein. Als Ort ist die Sennestadt dafür besonders geeignet, weil sie eine gebaute soziale Utopie ist und hier bereits viele der heutigen Themen modellhaft bearbeitet werden.“ Dazu kommt: Die Sennestadt GmbH darf in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiern.

Thorsten Försterling, Sanierungsmanager in der Sennestadt, weiß: „Die Lösungen, die der Sennestadtplaner Hans Bernhard Reichow und andere Architekten der Nachkriegszeit gefunden haben, bezogen sich damals auf akute Probleme, die den Heutigen vergleichbar sind: Stichworte wie Flüchtlinge, Partizipation und Lebensqualität stoßen auf wachsendes Interesse der Fachöffentlichkeit. Auf allen diesen Feldern ist es das A und O, scheinbar und tatsächlich widersprüchliche Interessen in einem fruchtbaren Dialog zusammenzuführen und abzuwägen.“ Die gesamte Fachtagungswoche wird auch von der Architektenkammer NRW als Fort- und Weiterbildung beworben, die Teilnahme entsprechend anerkannt.



Thorsten Försterling: Sanierungsmanagement KFW-432



Führung am Sennestadtmodell

Auszeichnungen

 

  • 2016 Ausgezeichnet mit dem CSR-Preis OWL, Sonderpreis für "Jugend unter Dampf"
  • 2016 Ausgezeichnet mit dem Kuturförderpreis der Deutschen Wirtschaft für "Jugend unter Dampf"
  • 2016 Ausgezeichnet mit dem OWL-Kuturförderpreis für "Jugend unter Dampf"

 

 

 

 
 
 
 

Vita Thorsten Försterling, Dipl.-Ing.

"Die einzigartige städtebauliche Struktur der Sennestadt hat Zeugniswert; Eine Sanierung muss immer die besondere Architektur der Nachkriegsmoderne betrachten. Dabei liegt der Fokus auf der Kommunikation aller Beteiligten: Nur so erreicht man Qualität."